Alle Jahre wieder
In den vergangenen Jahren gab es das gleiche Bild zu sehen. Ein neues Call of Duty steht vor der Tür und auch in dieser Saison wird keine Ausnahme seitens Activision gemacht. Am 03.11.2017 erscheint Call of Duty Worldwar II für PC, PS4 sowie Xbox One. Während in der Vergangenheit immer mehr Roboter, Drohnen und Cyber – Waffen in das Spiel integriert wurden, haben sich die Verantwortlichen nun entschieden eine Kehrtwende zu nehmen, hin zu ursprünglichen Wurzeln der Call of Duty – Reihe.

Das Debakel änderte alles
Auch wenn viele Kritiker darauf aufmerksam machten, dass die grafischen und spielerischen Elemente zwischen den einzelnen Teilen sich zu ähnlich seien, verkauften sich die Ableger wie geschnittenes Brot. Milliardengewinne waren sicher, wenn auch die Entwicklerformel einfach gestrickt war. Der letzte Teil Infinite Warfare jedoch hat für eine riesengroße Welle der Empörung gesorgt. Bis heute wurde der Reveal – Trailer mit über drei Millionen Dislikes abgestraft. Vielleicht war es das zu abgedrehte Weltraumsetting, oder die zu große Ähnlichkeit der einzelnen Teile untereinander.

Kameraden, steht mir bei
Activision hat sich das in der Branche am meisten umgesetzte Szenario ausgesucht. Wir spielen dabei eine amerikanische Einheit, genannt „One Squad“. Die Normandie – Landung ist ebenso an Bord wie auch die letzten Gefechte in Deutschland. Diesmal sollen nicht Helden im Mittelpunkt stehen, sondern ihre Kameraden und deren Hilfsbereitschaft untereinander. Unser Hauptprotagonist Red Daniels wird damit nicht der einzige sein, der charakterlich beleuchtet wird. Dabei will man den Spielern auch andere Perspektiven von Alliierten ermöglichen, wobei wir keinen deutschen Soldaten spielen werden. Mit moralisch komplexen Sachverhalten oder emotionaler Tiefe hat Call of Duty noch nie geglänzt.

Die andere Generation heranführen
Neue heranwachsende junge Menschen begeistern sich mittlerweile ebenfalls für Call of Duty. Das „Problem“ ist nur: sie sind noch zu jung, als dass sie die Anfänge von Call of Duty und damit die Weltkriegsszenarien miterlebt hätten. Die Entwickler Sledgehammer wollen auch dieser Generation die Brutalität eines Weltkriegs näherbringen. Fragt sich nur, wie sehr ihnen das gelingen wird außer durch rohe Gewalt.

Was sehen meine Äuglein da
Auch alle Spieleveteranen kommen natürlich auf ihre Kosten. Die Technik hat sich seit World at War deutlichst gesteigert. Die Gesichter der Soldaten sehen nicht nur lebensechter aus, auch bombastische Szenen wie die Normandie – Landung sorgen für eine bessere Schlachtatmosphäre. Womöglich werden wir mit einem Zerstörungssystem vorlieb nehmen dürfen, siehe Battlefield. Nicht nur Soldaten fallen um bei Einschlägen, sondern auch Bäume. Dazu die sehr detaillierte Umgebung mit steilen Hügeln, den malerischen Flüssen und dem Spiel von Licht und Schatten.

Ab 16 – Freigabe wäre eine Überraschung
Ein Zweiter Weltkrieg lässt meistens erahnen, wie wenig zart besaitet es zugeht. Sledgehammer tut sein Übriges. Einige Male kommt es in der Vorführpräsentation zu unschönen Nahkämpfen. Dabei werden sie in brutalen Quick – Time – Events abgehandelt. Ein Beispiel gefällig? Unser Protagonist greift im Kampf nach einem Helm und zerschlägt den Kopf seines Feindes. Man wird sehen, ob solche Szenen eher abstumpfend wirken oder gar für eine grausame Vorstellung des Krieges sorgen.

Meinung
Selbstverständlich bietet Call of Duty wieder einen Multiplayer. Doch nicht wenige interessieren sich (nur) für die Kampagne. So bombastisch auch die Grafik sein mag, das Prinzip der Kameradschaft vielversprechend klingt, die Serie ist nicht dafür bekannt, storytechnisch Hochqualitatives zu liefern. Die Skepsis bleibt vorerst.

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